Selbstverstärkende Dynamiken in Netzwerken: by Markus Burger

By Markus Burger

​Interorganisationalen Netzwerken wird nachgesagt, eine besonders versatile wirtschaftliche Organisationsform zu sein. Erst in jüngster Zeit finden sich Studien, die belegen, dass es auch in Netzwerken – bzw. allgemeiner: in Interorganisationsbeziehungen – zu strukturellen Beharrungstendenzen kommt. Diese Arbeit untersucht, inwiefern die noch junge Theorie der interorganisationale Pfadabhängigkeit derlei Rigiditäten erklären kann. Dafür werden vier Fallstudien von Verteilungspraktiken von Kooperationserfolgen in der opto-elektronischen Industrie untersucht. Im Ergebnis wird gezeigt, dass Netzwerkrigidität durch selbstverstärkende Koordinations- und Komplementaritätseffekte entstehen kann.

Show description

Read or Download Selbstverstärkende Dynamiken in Netzwerken: Interorganisationale Pfadabhängigkeit von Allokationspraktiken PDF

Best german_8 books

Systemtheorie für regellose Vorgänge: Statistische Verfahren für die Nachrichten- und Regelungstechnik

Die Arbeitsgrundlagen der modernen Nachrichtentechnik und Rege lungstechnik haben im Laufe der letzten zehn Jahre durch die Einbe ziehung statistischer Verfahren zur examine und Synthese von nachrich tenverarbeitenden Systemen eine auBerordentlich weittragende Ergan zung erfahren. Gleichzeitig hat die Heranziehung statistischer Methoden eine ganze Reihe neuer Beruhrungspunkte zwischen Forschungsgebieten geschaffen, die sich naturgemaB unabhangig voneinander entwickelt haben.

Selbstverstärkende Dynamiken in Netzwerken: Interorganisationale Pfadabhängigkeit von Allokationspraktiken

​Interorganisationalen Netzwerken wird nachgesagt, eine besonders versatile wirtschaftliche Organisationsform zu sein. Erst in jüngster Zeit finden sich Studien, die belegen, dass es auch in Netzwerken – bzw. allgemeiner: in Interorganisationsbeziehungen – zu strukturellen Beharrungstendenzen kommt. Diese Arbeit untersucht, inwiefern die noch junge Theorie der interorganisationale Pfadabhängigkeit derlei Rigiditäten erklären kann.

Extra info for Selbstverstärkende Dynamiken in Netzwerken: Interorganisationale Pfadabhängigkeit von Allokationspraktiken

Example text

176). Hess schlägt für Netzwerke die Nutzung von standardisierten Verrechnungspreisen vor, die auf Vollkosten basieren und die Gewinnansprüche der Partnerunternehmungen berücksichtigen (Hess 2002, S. ). Beispielsweise nutzt das von ihm analysierte Netzwerk „The Virtual Company“ in der IT-Branche einen netzwerkweit standardisierten Stundensatz für die gegenseitige Verrechnung von Leistungen. Freie Preise können sich innerhalb von (polyzentrischen) Netzwerken durch das Instrument der Verhandlung bilden.

Wiederkehrende (Ver-)Handlungen des Managements, mit denen verallgemeinerbare Verteilungsregeln von exkludierbarem Kooperationserfolg aktualisiert und reproduziert werden“. Eingrenzung V: Entwicklungsverläufe Der letzte Eingrenzungsschritt modifiziert den Untersuchungsgegenstand so, dass eine Pfadanalyse möglich wird. Pfadabhängigkeit ist eine Eigenschaft von Entwicklungsprozessen. Um eine Untersuchung von Entwicklungsverläufen von Allokationspraktiken auf Merkmale von Pfadabhängigkeit zu ermöglichen, muss der Untersuchungsgegenstand logischerweise ebenfalls Entwicklungsverläufe umfassen; die Untersuchung einer Allokationspraktik zu nur einem Zeitpunkt oder eines zu knapp bemessenen Zeitraums würde nicht ausreichen.

Sie sind ausgedehnt in Zeit und Raum (vgl. B. Ness 2009, S. 453), routinehaft (Sydow 2010b, S. 364), entstehen emergent oder reflexiv (Windeler 2001, S. ), werden häufig unter unerkannten Bedingungen ausgeführt und können nicht nur dadurch zu unbeabsichtigten Konsequenzen führen (vgl. B. Sydow 2010b, S. 394). Darüber hinaus sind Praktiken des Netzwerkmanagements rekursiv untereinander vermittelt (Sydow & Windeler 1994, S. 7). Die vier Praktiken des Netzwerkmanagements können also nie vollständig isoliert voneinander, sondern immer nur in ihrem Zusammenspiel betrachtet werden.

Download PDF sample

Rated 4.79 of 5 – based on 26 votes