Grundriß der gerichtlichen Psychologie und Psychiatrie by Professor Dr. Hermann Witter (auth.)

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Systemtheorie für regellose Vorgänge: Statistische Verfahren für die Nachrichten- und Regelungstechnik

Die Arbeitsgrundlagen der modernen Nachrichtentechnik und Rege lungstechnik haben im Laufe der letzten zehn Jahre durch die Einbe ziehung statistischer Verfahren zur examine und Synthese von nachrich tenverarbeitenden Systemen eine auBerordentlich weittragende Ergan zung erfahren. Gleichzeitig hat die Heranziehung statistischer Methoden eine ganze Reihe neuer Beruhrungspunkte zwischen Forschungsgebieten geschaffen, die sich naturgemaB unabhangig voneinander entwickelt haben.

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Neben dieser lebenslangen individuellen Konstanz der Antriebskrafte finden sich auch inter-individuell festgelegte eigengesetzliche Perioden 27 und Phasen wemselnder Antriebsentfaltung, die den Tagesablauf und das Lebensalter betreffen. Beziiglim der Tagesschwankungen scheint die Mehrzahl der Mensmen ein morgendlimes Tief und ein abendlimes Hom zu haben, aber aum das umgekehrte Verhalten kommt vor. Beziiglich des Lebensalters zeigt sim, daB beim Kind mit wachsendem Alter die Antriebsentfaltung standig zunimmt.

In der wissenschaftlichen Psychologie und Psychopathologie kann man dagegen auf diesen Begriff des Willens vollig verzichten. Die Willensstorungen der Psychopathologie gehoren deshalb in den Rahmender Antriebs-Storungen. Der Begriff der Willenshemmung dedtt sich praktisch mit dem der Antriebshemmung. Mit den Bezeichnungen willensschwach und willensstark sind meist die Gefiihls- und Antriebsqualitaten gemeint, die den asthenischen und sthenischen Personlichkeitstypus charakterisieren. In der forensischen Psychiatrie wird unter der Bezeichnung Willensschwiiche meist auf eine Personlichkeitsstruktur hingewiesen, die mit den Begriffen gefiihlsmaBig flach, intel38 lektuell nur maBig begabt, gemutsarm und gleichzeitig antriebsarm umschrieben werden kann.

66; 115 his 117). Gewalttatige Affekthandlungen, das Amoklaufen, der sog. Zuchthausknall u. Dammerzustande" genannt werden. Diese psychogen verursachten Ausnahmezustande haben zwar mit den somatogenen Dammerzustanden insofern eine Xhnlichkeit, als hier wie dort eine Einengung des BewuBten vorliegt und fiir den Betrachter das auBere 21 Verhalten des psychogen Erregten mit dem organisch Umdammerten viel Obereinstimmung zeigt. Bei einer genaueren psychopathologischen Analyse lassen sich aber durchaus grundlegende Differenzen nachwelsen: Die krankhafte Selektion und Einengung des BewuBtseinsfeldes im organischen Dammerzustand ist sinnlos, sie steht in keinem verstehbaren Zusammenhang mit der ubrigen Psyche und verfolgt keinen aus der gegebenen Umweltsituation ableitbaren Zweck.

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